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Vielfältiges „grünes Paradies“ entsteht

NABU Burgstädt arbeitet an der Peniger Straße weiter erfolgreich am Projekt „Naturnahes Gärtnern“

Claudia Rodinger-Steffen (links) und Denise Müller-Weigelt im Naturnah-Garten des NABU Burgstädt. - Foto: Uwe Schönberner
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Claudia Rodinger-Steffen (links) und Denise Müller-Weigelt im Naturnah-Garten des NABU Burgstädt. - Foto: Uwe Schönberner

Dass in einem Garten mit wenig Aufwand viel für Tiere und die Umwelt getan werden kann, da sind sich Denise Müller-Weigelt und Claudia Rodinger-Steffen einig. Die beiden kümmern sich innerhalb des NABU Burgstädt um das Projekt „Naturnahes Gärtnern“. Seit dem vergangenen Jahr bringen sie an der Peniger Straße einen ehemals völlig verwilderten Garten mit einer Grundfläche von rund 280 Quadratmetern wieder auf Vordermann.

Bereits Ende 2018 hatten sich die beiden Projektleiterinnen dazu entschlossen, an der Peniger Straße das NABU-Naturnah-Garten-Projekt zu realisieren. Seitdem ist einiges passiert: „Im Areal konnten wir inzwischen unter anderem ein Hochbeet und ein Kräuterzentrum - umrandet von einer Bruchsteinmauer - anlegen“, berichtete Denise Müller-Weigelt. „Auch an unserer im vergangenen begonnenen Benjes-Hecke - einer Oase für viele Insekten, Kleintiere und auch Vögel – haben wir weiter gearbeitet“, ergänzt Claudia Rodinger-Steffen zu den Aktivitäten.

Besonders stolz sind die beiden darauf, dass sie im neuen Hochbeet jetzt Gemüse anbauen. Dabei kommen insbesondere alte, samenfeste Sorten zum Einsatz. Die sind wiederum für das Neugewinnen von Sämereien für die Folgejahre äußerst wichtig. „Neben der Tier- und Umwelt steht in unserem Garten auch der Mensch mit im Vordergrund“, betont Müller Weigelt. Das naturnahe Gärtnern soll Ausgleich für den Alltagsstress sein, damit sich der Körper erholen und regenerieren kann.

Besonders wichtig sind bei diesem Projekt die Umweltschonung, Nachhaltigkeit und Ressourcen-Bewahrung durch Recycling sowie der Nicht-Einsatz der chemischen Keule. Auch auf das Verwenden von Blumenerde mit Torf wird beim Projekt „Naturnahes Gärtnern“ selbstverständlich verzichtet. Der Torf in der Blumenerde stammt nämlich aus dem Moor, und bis zu 1.000 Jahre müssen vergehen, bis sich ein Meter Torf gebildet hat. Allein in Deutschland werden für den Gartenbau jährlich rund zehn Millionen Kubikmeter Torf verbraucht. So verschwinden in der Bundesrepublik nach und nach immer mehr der unersetzlichen Moorlandschaften. Wer ebenfalls naturnah Gärtnern möchte, kann sich gern an den NABU Burgstädt wenden und dort vor Ort zahlreiche Praxis-Tipps erhalten – Telefon 03724/8321762. Geplant sind zum Thema vor Ort künftig auch Veranstaltungen.

(scu) Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz


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