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Zwei neue Fledermausarten in Sachsen

Alpenfledermaus - Foto: Maxim Ludwig
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Alpenfledermaus - Foto: Maxim Ludwig

Von den in Deutschland vorkommenden 25 Fledermausarten waren bis vor zwei Jahren 20 Arten in Sachsen bekannt. Beide neuen Arten, die Alpenfledermaus und die Weißrandfledermaus leben eher in mediterranen Gefilden, in Deutschland bis in den Raum Bayern und Baden-Württemberg.

Die Alpenfledermaus konnte letztes Jahr in Leipzig nachgewiesen werden. Sogar eine Wochenstube, das Aufzuchtquartier der Fledermäuse wurde gefunden. Die Weißrandfledermaus ist bei einer Fangaktion, die durch den NABU-Landesfachausschuss Fledermausschutz Sachsen koordiniert wurde nachgewiesen worden. Viele Fledermäuse lieben Wärme und den urbanen Raum, wo sie sich Quartiere suchen. In Dachstühlen von Kirchen, Schulen und anderen großen Gebäuden findet man sie. Auch hinter Fensterläden, in Fassaden-Fugen und hinter Dachschindeln sind sie anzutreffen.

Foto: Joachim Frömert
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Foto: Joachim Frömert

Fledermäuse sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Der Schutz erstreckt sich auf das Individuum bzw. auf dessen Ruhe- und Fortpflanzungsstätte. Es ist daher verboten die Tiere in ihren Quartieren zu stören oder gar zu töten. Die Quartiere, also die Fortpflanzungs-, Aufzuchts-, Ruhe- und Überwinterungsplätze dürfen nicht zerstört oder verschlossen werden.

Deshalb ist es unbedingt erforderlich bei Kenntnis von Quartieren, falls gebaut werden soll, ein Gutachten einzuholen. Wenn während des Baues Fledermäuse gefunden werden muss ein Baustopp erfolgen und die Untere Naturschutzbehörde informiert werden.

Leider sind viele Fledermäuse und deren Quartiere in den vergangenen Jahren Opfer von Baumaßnahmen geworden.


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